Gemeindehaushalt vor dem Kollaps - Rathausneubau nicht mehr finanzierbar!
Die Fraktion BVBB-Wählergruppe Mitglieder & Sympathisanten (BVBB-WG) in der Gemeindevertretung
Blankenfelde-Mahlow fordert von Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) das öffentliche Eingeständnis,
dass der Rathausneubau mit veranschlagten Kosten in Höhe von ca. 14 Millionen EURO nicht mehr finanzierbar
ist.
Die Fraktion hat dies bei allen bisherigen Beratungen oder Abstimmungen bspw. über die Haushalte 2009 und
2010 wie auch bei den Beschlussfassungen über den Beratervertrag für die AG Rathaus oder auch den
Generalplanervertrag quasi vorausgesagt. Bürgermeister Baier (SPD) wie auch die Mitglieder der Fraktionen
SPD/Grüne, Die Linke und der CDU haben die Vertreter der BVBB-WG dafür stets in die Ecke der
Schwarzmaler oder der Verhinderer eines zukünftigen Zentrums von Blankenfelde gestellt.
Seit der Haushaltsklausurtagung vom vergangenen Wochenende liegen die schon als dramatisch zu bezeichnenden
Zahlen für den Zeitraum 2011-2014 auf dem Tisch. Die Fraktion sieht sich erst Recht durch diese Vorlage
der Kämmerin in Ihrer Prognose bestätigt.
Bereits im August d.J. hat die Fraktion anlässlich der Abstimmung über den Generalplanervertrag
Herrn Baier aufgefordert, der Gemeindevertretung und den Bürgerinnen und Bürgern von
Blankenfelde-Mahlow nun endlich reinen Wein einzuschenken, wie das Millionenprojekt finanziell geschultert
werden soll. Herr Baier lehnte ab und kündigte ein Finanzierungskonzept erst für Ende 2011 - also
nach der Bürgermeisterwahl - an. Zudem behauptete er, dass ein Finanzierungskonzept für das Vorhaben,
wie es etwa die Fraktion BVBB-WG anmahnte, nicht neu erfunden werden müsse, denn "die Mittel sind
im Haushalt drin".
Nicht einmal 6 Wochen später konstatiert die Kämmerin in ihrer Vorlage ein strukturelles Defizit von
rd. 3,6 Millionen EURO für 2011 sowie die daraus resultierende "dauerhafte Überlastung des
Haushalts durch nicht finanzierte Ausgaben". Ursache hierfür ist vor allem der geplante Rathausneubau,
der in 2012 ein Defizit von 2,9 Millionen EURO und 2013 von 4,2 Millionen EURO verursacht. In diesen Zahlen sind
ggf. neue oder weitere Kostensteigerungen bei den laufenden Investitionsmaßnahmen im Hochbaubereich, wie
in den vergangenen Jahren beim Parkhaus und der Astrid-Lindgren-Grundschule in
Millionen-Größenordnungen, nicht berücksichtigt.
"Baier ist in kürzester Frist von der Realität der Zahlen eingeholt worden, sein Hochmut
unseren Warnungen gegenüber war völlig unangebracht" so Thomas Breidbach, für die Fraktion
Mitglied im Finanz- und Wirtschaftsausschuss. "Auch wenn die gestrichenen Schlüsselzuweisungen des
Landes zumindest in der erhofften Höhe für 2011 gekommen wären, ist die Finanzierung von bisher
veranschlagten 14 Mio. EURO für das Projekt Rathaus in den Haushaltsplanungen nicht darstellbar", so
Thomas Breidbach weiter.
Die Behauptung von Herrn Baier "die Mittel sind im Haushalt drin" sind zynisch und für einen
Bürgermeister völlig unangemessen. Denn sie sollten wenn sie "drin sind" nicht zu einem
nicht genehmigungsfähigen Haushalt führen, der anschließend ein Haushaltssicherungskonzept
notwendig macht und uns somit unter die Kuratel des Landrates stellt.
Der Bürgermeister wie auch die Vorsitzende des Finanz- und Wirtschaftsausschusses, Regina Bomke (CDU)
müssen sich vorhalten lassen, in Verwaltung bzw. Gemeinderat jeweils an vorderster Stelle, für eine
desaströse Haushaltslage verantwortlich zu sein.
Die "Krönung" dieser skandalösen Haushaltspolitik der vergangenen Jahre ist die
Aufforderung des Bürgermeisters, dass nun die Fraktionen Einsparvorschläge unterbreiten sollen,
wie das Millionen-Defizit ausgeglichen werden kann.
Breidbach: "Erst das Geld mit vollen Händen rausschmeissen, zuvor alle Warnungen in den Wind schlagen
und schließlich die Gemeindevertreter/innen zu (unpopulären) Einsparvorschlägen auffordern ist
an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten."
Die Fraktion fordert Bürgermeister Baier auf, unverzüglich seine Hausaufgaben zu machen und bis
November einen genehmigungsfähigen Haushaltsentwurf vorzulegen.
QUELLE: Pressemeldung BVBB-WG, Montag 04.10.2010
Senioren erkunden Jühnsdorf
Anlässlich der diesjährigen Seniorenwoche im Landkreis Teltow-Fläming rückte ein kleines
Dorf der Großgemeinde Blankenfelde-Mahlow, nämlich Jühnsdorf, in den Fokus des Interesses.
Angeregt von der Seniorenbeauftragten Rosemarie Müller, organisierte die Ortsgruppe der
Volkssolidarität-Bürgerhilfe Blankenfelde eine Radtour mit geführter Ortsbesichtigung.
Am Dorfgemeinschaftshaus in Jühnsdorf wurden die Radler von Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz willkommen
geheißen. Nachdem die Räder auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses abgestellt waren, gab
Horst-Dietrich Bartz in groben Zügen einen Abriss der wechselvollen Dorfgeschichte. So war unter anderem
zu erfahren, dass die im Jahre 1375 mit Feldsteinen errichtete Kirche im Jahre 1995 rekonstruiert wurde und einen
neuen Dachstuhl und ein neues Dach erhielt. Beeindruckend ist neben der schlichten Bauweise und Ausstattung der
Kirche eine Tafel mit der Inschrift: "Friede den Toten, Versöhnung den Lebenden".
Auf dem Kirchhof legen eiserne Kreuze, Grabplatten und -steine Zeugnis vom Leben und Wirken von Angehörigen
der Familie Lademann ab, welche sich als Lehrer, Küster und Heimatforscher um den Ort verdient gemacht haben.
Auf einer eingefriedeten Grabstätte haben die Angehörigen der Familie Knesebeck – ihr gehörte der
Ort Jühnsdorf einst – ihre letzte Ruhestätte. Schräg gegenüber der Jühnsdorfer Kirche
befindet sich das im Jahre 1824 erbaute Gutshaus, das nach dem Krieg kurz als Landfrauenschule diente, danach
lange Jahre als Landwirtschaftsschule genutzt wurde und nun seit 15 Jahren in privatem Besitz ist.
Ein Stück weiter hat sich auf dem ehemaligen Volksgut der renommierte Kunstmaler Gecelli ein
Wirtschaftsgebäude als Atelier ausgebaut.
Zwischen Western-Reithof und Motorradsalon mit Bikertreff mündet ein Feldweg. Wer sich die Mühe macht
und ihm ein paar Schritte folgt, stößt auf das von Elisabeth Knesebeck gestiftete und in den
frühen 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts restaurierte Kriegerdenkmal, welches an die ortsansässigen
Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern soll.
In der Nähe befindet sich auf einem kronenlosen Baum ein belegtes Storchennest und ein Hain mit fünf
alten Eichen.
Der Dorfrundgang endete an der Steinmetzwerkstatt nahe der Autobahnquerung. Kurz zuvor war noch der evangelische
Friedhof besichtigt worden.
Mit einem kleinen Präsent bedankte sich die Gruppe beim Ortsvorsteher für die faktenreiche Führung
durch Jühnsdorf. Allgemein wurde der Wunsch geäußert, dass die Menschen in den verschiedenen
Ortsteilen der Großgemeinde in Zukunft in stärkeren Kontakt miteinander treten und – wie hier geschehen
– ihre Nachbardörfer besser kennenlernen sollten.
QUELLE: Märkische Allgemeine (Egmont Edelhoff), Freitag dem 09.07.2010 Seite 19
Gospelkonzert in Jühnsdorf
Am ersten Sonntag im Juli (4.7.) um 17.00 Uhr) lädt die Kirchengemeinde Jühnsdorf zu einem ganz
besonderen Konzert in ihre Dorfkirche ein. Der bekannte Paul-Robeson-Chor Berlin wird den dafür besonders
gut geeigneten Kirchenraum mit Gospel- und Spiritualklängen füllen.
Die fast fünfzig Chorsängerinnen und Chorsänger bringen neben ihrer Begeisterung Erfahrungen von
vielen Chorreisen mit, die sie bis nach Schweden und nach Palästina (Bethlehem ) führten. Der Chorleiter
Martin Derday bringt dabei sein besonderes "Feeling" für Soul- und Gospelmusik ein.
Es gibt also ganz viele Gründe am 4.Juli um 17 Uhr zum Gospelkonzert nach Jühnsdorf zu kommen! Der
Eintritt ist frei, um eine Kollekte für den Paul Robeson-Chor wird gebeten!
Darüber hinaus ist das liebevoll gepflegte Dorf Jühnsdorf an einem Sommertag immer einen Fahrrad- oder
Autoausflug wert, der sich ideal mit dem Konzertbesuch verbinden lässt.
QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 30.06.2010 Seite 16
Willkommen in Jühnsdorf
Anlässlich des diesjährigen Frühjahrsputzes hatte sich der Ortsbeirat Jühnsdorf am Sonnabend
etwas Besonderes einfallen lassen.
"Wir haben in Absprache und mit der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow zwei
Willkommens-Schilder aufgestellt", berichtet Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz. Sie stehen am
Löwenbrucher Weg, nahe der Dorfstraße, sowie am Lankeweg, ebenfalls nahe der Dorfstraße.
"Willkommen in Jühnsdorf" ist darauf zu lesen.
Mehrere Ansichten informieren über den Ort. Neben einem Winter-Foto ist die Kirche zu sehen, das Schloss,
auch Herrenhaus genannt, ein Panoramablick mit viel Grün sowie die Stele, die an die Toten des Weltkrieges
1914-1918 erinnert.
Nur wenige kennen dieses Denkmal, das am Löwenbrucher Weg reichlich versteckt steht. Auf der Rückseite
ist vermerkt: "Gestiftet im Jahre 1921 durch Elisabeth v.d. Knesebeck, geborene Kühne, Jühnsdorf".
Auf der Vorderseite sind unter der Überschrift "Zum ehrenden Andenken" zahlreiche Namen von gefallenen
Soldaten zu lesen. Oben auf der Stele thront ein Adler aus Stein. Beim Frühjahrsputz am Sonnabend waren nach
Angaben von Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz auf der Dorfaue und am Friedhof etwa 25 Freiwillige im Einsatz,
darunter zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr.
"Aber auch viele Anwohner waren aktiv, säuberten die Gehwege und strichen ihre Zäune. Dafür
möchte ich allen ein Dankeschön aussprechen", betonte Bartz.
Außerdem weist er darauf hin, dass die Rückseiten der beiden neuen Willkommensschilder noch frei sind.
"Hier ist genügend Platz für Werbung oder Informationen", informiert er. Es sollte aber schon
zur Natur passen.
QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 31.03.2010 Seite 7
Einbahnstraße gegen Raser: Jühnsdorfer fordern Verkehrsberuhigung
Jühnsdorf ist ein beschauliches Dorf mitten im Grünen mit rund 300 Einwohnern. Der Ortsteil der Gemeinde
Blankenfelde-Mahlow liegt an der Landesstraße 792, die von Blankenfelde den Durchgangsverkehr weiter nach
Groß Schulzendorf leitet.
Das Problem ist die an der Dorfaue in Jühnsdorf parallel dazu verlaufende Dorfstraße. Die Zufahrt
erfolgt von der L 792 in Höhe des Motorradgeschäfts, der Feuerwehr, des Dorfgemeinschaftshauses und
dann wieder hinter dem "Schloss", wie ein großes Gutshaus genannt wird.
"Auf dieser alten Straße fahren viele Kraftfahrzeuge mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch und
gefährden unsere Kinder", beschwerten sich etwa 15 Anwohner bei der letzten Sitzung des Ortsbeirates
unter der Leitung von Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz.
Auch wild parkende Autos sind ein Problem. Deshalb suchen die Anwohner seit Jahren eine Lösung, um die
Dorfstraße vom Durchgangsverkehr zu befreien. Mehrere Lösungen wurden bei der Sitzung vorgeschlagen.
Ingo Hildebrand von der Gemeindeverwaltung schlug ein Durchfahrtsverbot aus Richtung Blankenfelde vor sowie die
Einengung an dieser Kreuzung mit der L 792.
Anwohner und auch die Mitglieder des Ortsbeirates Andreas Dreßler und Dirk Marien jedoch favorisierten eine
Einbahnstraßen-Regelung. "Hier sollte nur in Richtung Blankenfelde die Durchfahrt erlaubt sein",
forderte Bartz. "Wegen der zwei Kurven in Höhe des Dorfgemeinschaftshauses und der Feuerwehr als
Zufahrt von der L 792 können die Autos dann nicht mehr so schnell fahren wie bislang", ergänzte er.
Die Verwaltung wird dies nun mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises prüfen.
QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 24.02.2010 Seite 3
Anlieger sind gefragt: Jühnsdorf will an Dorfaue Spielstraße
Klein, aber fein - so will der Ortsbeirat Jühnsdorf sein Dorf und hat dafür auch immer Ideen.
Eine, die schon lange durch den Ort geistert, ist die, westlich der Dorfaue eine verkehrsberuhigte Zone
einzurichten, und zwar ungefähr zwischen PS-Bistro und Kirche. "Diesen Abschnitt wollen wir
familienfreundlich gestalten, erste Ansätze gibt es dazu ja schon", erklärte Ortsvorsteher
Horst-Dietrich Bartz. Nachdem dort der Anger mit Bänken und Spielgerät aufgepeppt wurde, biete
sich an, die Strße vor allem für die Jüngsten sicherer zu machen. "Meinetwegen auch
als Spielstraße", so Bartz, der damit keine Probleme für die Anwohner sieht. Die schöne
Ecke würde nur attraktiver für sie. Natürlich solle der Aufwand überschaubar bleiben.
Aber eine Verkehrsberuhigung würde auch Kraftfahrer ausbremsen, die über die Dorfaue versuchten,
die Radarkontrolle auf der Hauptstraße zu umfahren. Das letzte Wort dazu ist noch nicht gefallen. Der
Jühnsdorfer Ortsbeirat entschied, dazu am 10. Februar die Anlieger zu befragen.
QUELLE: Märkische Allgemeine, Freitag dem 08.01.2010
Freiwillige pflanzen Bäume
Initiative und Revierförster lassen 2000 Eichen und Buchen sprießen
Revierförster Stephan Parsiegla traute am Sonnabend seinen Augen nicht. Zu der von Martin Schmid von
der Initiative Wikiwoods organisierten Pflanzaktion im Wald auf der Gemarkung Jühnsdorf, zwischen dem
Natursportpark Blankenfelde und der Autobahn gelegen, waren rund 50 Freiwillige erschienen.
Darunter auch Gäste aus Osteuropa wie zum Beispiel Valeria Svart aus Moldawien und Julia Lukyanovich
aus Weißrussland. "Sie haben als Studierende von unserem Verein Copernicus ein Stipendium erhalten
und wollen, wie wir alle heute, praktische Arbeit leisten", informierte Sina Grasmück.
Überraschend waren auch 20 Mitglieder der Waldorfschule Berlin-Mitte erschienen. "Wir sind mit dem
Zug bis Dahlewitz gefahren und wurden von dort mit einem Traktor-Shuttle hier in den Wald gebracht. Ein tolles
Erlebnis für die Kinder", berichtete Horterzieherin Julia Eisele.
Sie alle waren dem Internet-Aufruf der Initiative Wikiwoods gefolgt. "Seit 2007 sind wir als Baumpflanzer
aktiv", betonte Martin Schmid. "Mit dem heutigen Tag haben wir rund 23 000 Bäume bundesweit
gepflanzt", ergänzte er.
Am 15. November waren Mitglieder im Unteren Odertal bei Schwedt mit einer Baum-Heckenpflanzung aktiv. Aber
auch im Saarland, nahe Hamburg sowie nahe Göttingen hatten sie Einsätze. "Unser Ziel ist es,
aus Kiefernforsten wieder naturnahe Wälder zu machen, Wildkorridore und Waldrandbepflanzungen,
Auwälder und Obstbaumalleen entstehen zu lassen", erläuterte Schmid.
"Eine tolle Idee", freute sich der Revierförster. Er wies zu Beginn der Aktion die Teilnehmer
in die Kunst des Baumpflanzens ein: "Die Baumreihen haben einen Abstand von 1,80 Meter, der Abstand von
Baum zu Baum beträgt 50 Zentimeter." Gepflanzt wurden Traubeneichen und Hainbuchen, die auch
Weißbuchen genannt werden. Zusammen mit seinen Mitarbeitern und Zivildienstleistenden hatte er das
Pflanzfeld so vorbereitet, dass die Helfer "nur noch" 2000 Löcher mit Spaten ausheben und die
kleinen Bäume einsetzen mussten. Nach rund fünf Stunden waren alle froh, sich mit Gegrilltem und
heißen Getränken stärken zu können.
Die Bäume, sie kosten knapp 60 Cent das Stück, wurden vom Landkreis Teltow-Fläming als
Waldeigentümer bezahlt.
www.wikiwoods.org (Von Heino Maß)
QUELLE: Märkische Allgemeine, Montag dem 23.11.2009 Seite 13
Jühnsdorfer feierten 20 Jahre Mauerfall
Mit einem Festgottesdienst zelebrierte die Gemeinde Jühnsdorf in ihrer Dorfkirche gemeinsam mit
Kantorei, Jugendchor und Instrumentalisten der Kirchengemeinde Blankenfelde 20 Jahre Mauerfall und
friedliche Revolution.
Pfarrer Peter Collatz und Kantorin Hanna Maria Hahn erinnerten in ihren Gedenkreden an die Rolle der Kirche,
die als treibende Kraft zur Veränderung maßgeblich am Mauerfall beteiligt war.
Neben Choralkantaten wie "Verleih uns Frieden gnädiglich" und Joseph Haydns letztem Satz aus
dem "Kaiserquartett", dessen Melodie mit August Heinrich Hoffmann von Fallersleben "Lied der
Deutschen" zur deutschen Nationalhymne verschmolz, erklang auch ehemals verbotenes Liedgut. Der Abdruck
des Liedes "Wer Gott folgt, riskiert seine Träume" etwa war im glaubensfeindlichen DDR-Regime
verboten.
Vor übervollen Kirchenbänken berichtete Kantorin Hahn aus jenen Zeiten, als ostdeutsche Bibelkreise,
von der Stasi streng beäugt, halboffizielle Treffen mit westdeutschen Christen in Ostberlin abhielten.
Wer im Anschluss an den Festgottesdienst seine eigene Erinnerung an die Ereignisse in den Wendemonaten
auffrischen wollte, konnte dies anhand zahlreicher Zeitungsartikel Berliner aber auch hiesigen Medien tun,
die der Jühnsdorfer Immo Isberner in dieser Zeit gesammelt hatte.
Auch andere hatten alte Truhen aus dem Keller geholt und Erinnerungen an die Zeit vor 20 Jahren entstaubt.
Einige brachten Fotos mit, eine Jühnsdorferin zog extra jenen Mantel an, den sie auch am Tag des
Mauerfalls getragen hatte.
"Ich war damals so glücklich", erinnerte sich eine andere Dame beim Studieren von Isberners
Zeitdokumenten. "Mit der Kirche hatte ich zu DDR-Zeiten nichts am Hut. Heute freue ich mich, Gott
für dieses Freiheitsgeschenk danken zu können!"
QUELLE: Märkische Allgemeine, Dienstag dem 10.11.2009 Seite 15
Am Checkpoint Charly einem Reporter in die Arme gelaufen
Erinnerungen: So erlebte der jetzige Ortsvorsteher von Jühnsdorf den 9. und 10. November 1989
Am Abend des 9. November 1989 verfolgte ich die "Aktuelle Kamera" des DDR-Fernsehens mit der
Pressekonferenz von Günter Schabowski. Die Mitteilung über die Möglichkeit der Antragstellung
für den Reiseverkehr für "Jedermann" in den Westen mit sofortiger Wirkung nahm ich
beiläufig und als längst überfällig zur Kenntnis und schaltete um auf ARD und ZDF.
Im Frühjahr 1989 hatte die ungarische Regierung schon die Aufhebung von Reisebeschränkungen
angekündigt. Damit war für mich das Ende dieser Reisebeschränkungen für die Bürger
der DDR schon absehbar. Die DDR stand ohnehin vor einem wirtschaftlichen Kollaps, den ich aus mir
zugänglichen Daten des Güterverkehrs im Bekanntenkreis bereits seit 1986 vorausgesagt hatte.
Gedanklich beschäftigte ich mich schon mit der Antragsstellung für eine Reise zur Verwandtschaft
nach West-Berlin. Nachdem viele Leute in den zurückliegenden Jahren eine alte Tante oder Onkel im Westen
glaubhaft nachweisen konnten und damit eine Reiseerlaubnis erhielten, war mir das in den Jahren 1986 und 1987
auch gelungen. Die Anträge in den Jahren 1988 und 1989 wurden allerdings abgelehnt. Schriftliche Eingaben
beim Innenministerium und heftige Wortgefechte am Telefon mit den Bearbeitern blieben erfolglos. Die Zusage
von Reiseerleichterungen an diesem Abend war somit ein Erfolg und stellte mich zufrieden.
Am nächsten Morgen fuhr ich mit Bahn und S-Bahn zu einem Termin im Funkwerk Köpenick. Die leeren
Züge fielen mir gar nicht auf. Der große Knall kam erst beim Besuchereingang des Funkwerks, als
mir die verbliebene Pförtnerin unterbreitete, dass wegen Abwesenheit der Belegschaft Termine nicht
wahrgenommen werden können. Ich traute meinen Ohren nicht und fragte nach dem Grund. "Na wissen ’se
denn nich, die Mauer is doch seit jestern Abend offen, allet rennt nu vor Freude nach ’n Westen, ick will
nach de Schicht och denn rüber, mal kicken, wat da los is und Tantchen besuchen."
Also ganz klar, ich hatte den eigentlichen Mauerfall regelrecht verpennt. An meinem Arbeitsplatz empfing mich
der Pförtner mit den Worten: "Mensch, komm’ste nu endlich. Deine Schwester wartet schon. Sie will mit
Dir Eure Tante Frieda besuchen." Ich rief meine Frau in Rangsdorf an und informierte sie darüber,
dass es später werden könnte.
Es lag eine ungeheure Spannung in der Luft. Wie werden sich die Russen in den nächsten Stunden verhalten?
Das Volk hat die Macht übernommen. Die Staatsmacht war gelähmt.
Also nun mit Schwesterchen los zum nahe gelegenen Grenzübergang Checkpoint Charly, wo wir uns in die
Reihe der Wartenden einordneten und unseren Stempel für die Ausreise aus der DDR erhielten. Freudig
erregt gingen wir durch den Grenzübergang, wo uns schon eine Gruppe von Menschen begrüßte
und schrie: "Wo bleibste denn, wir haben schon die Kohle und sind schon auf dem Heimweg und müssen
das Ganze erst verdauen. Du warst ja schon zwee mal drüben, du kennst dich ja hier aus." (Na gut,
die Genossen hatten also ihre Kohle schon geholt, Partei und Regierung, Marx, Engels und wie sie alle
heißen sind uns völlig unbekannt, und Sozialismus, watt is’ dett? Den Bonbon und dett rote Buch mit
de zwee Hände war ja längst reif für de Mülltonne.)
Über all dem lag nun der uns gewohnte Gestank von den Wartburgs und Trabbis, die nun die Straßen
der westlichen Welt zu erobern suchten. Bis zu Tante Frieda waren es nur wenige Schritte: Freudentränen,
Tasse Jacobs-Kaffee und Kuchen aus der Konditorei. Tante Frieda hatte Telefon, also wurden alle Verwandten
und Bekannten angerufen und Termine für Treffen in den nächsten Stunden und Tagen vereinbart.
Dann holten sie den "Hunni" (det war ja ’n dollet Jefühl mit der West-Kohle), aber gekauft
wurde nichts. Der erste Einkauf sollte zusammen mit der ganzen Familie erfolgen.
Auf dem Rückweg lief ich am Checkpoint Charly einem japanischen Reporter in die Arme. Ich sagte ihm,
dass die friedliche Revolution in der DDR mit dem Mauerfall die erste demokratische Handlung im Osten
Deutschlands nach dem Jahre 1933 sei und die Leute sich erst der Tragweite dieser Ereignisse bewusst werden
müssten, dass in diesen Tagen Weltgeschichte geschrieben wird.
Ich war innerlich sehr erregt und so beschloss ich, von meinem Arbeitsplatz an der Krausenstraße, wo
ich noch meine Aktentasche abgeholt hatte, zum Alex zu laufen. Am ZK-Gebäude überraschte mich ein
erschütterndes Bild. Völlig verstörte, heulende Genossen beherrschten die Szenerie. Ich wagte
in diesem Moment nicht, meine Freude über den Mauerfall öffentlich zu zeigen. Ich glaube nicht, dass
ich ohne Blessuren die Szene hätte verlassen können. Helden hätten in diesem Fall die
Deutschlandfahne auf dem ZK-Gebäude gehisst, doch ich war kein Held.
Die armen Schweine, dachte ich: Jahrzehnte in ihrem Elfenbeinturm ideologisch gefangen und weltfremd, taten
sie mir jetzt irgendwie leid. Ich ging jeder Diskussion aus dem Weg und machte mich behände aus dem
Staub. Erst spät abends kam ich an diesem denkwürdigen Tag nach Hause.
QUELLE: Märkische Allgemeine, Sonnabend/Sonntag dem 07/08.11.2009 Seite 17
Herbstputz in Jühnsdorf
In Jühnsdorf riefen Ortsbeirat und Feuerwehr kürzlich zum großen Dorfputz und zahlreiche
Helfer kamen. So wurden Friedhof, die Dorfaue, die Anlagen um Kirche und Dorfgemeinschaftshaus sowie das
Grundstück der Feuerwehr vom Laub befreit und alles winterfest gemacht. Mehrere örtliche Unternehmen
und der Bauhof hatten den Herbstputz unterstützt, der laut Dirk Marien vom Ortsbeirat Jühnsdorf ein
voller Erfolg war. Er möchte allen Beteiligten dafür danken.
QUELLE: Märkische Allgemeine, Dienstag dem 03.11.2009 Seite 18
Familiärer Herbstputz
Familiär ging es am Sonnabend wieder zu beim diesjährigen Herbstputz in Jühnsdorf. Eingeladen
hatte Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz. Über 20 freiwillige Helfer waren auf der Dorfaue erschienen,
um vor allem das Laub zu entfernen. Diesmal ging es schneller als sonst, denn der Werkstatthof der Gemeinde
Blankenfelde-Mahlow hatte eine Kehrmaschine zur Verfügung gestellt. Gesteuert wurde sie vom Mitarbeiter
André Zietz, der auch noch als Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Jühnsdorf tätig
ist. Fünf Kubikmeter fasst das Fahrzeug, weil das Laub im Innern verdichtet wird.
Viele Mitglieder der Wehr waren erst einmal mit Harken und tragbaren Gebläse-Geräten im Einsatz.
Dann kam die Kehrmaschine und saugte alles auf. Aber auch die Anwohner waren aktiv. "Bereits Tage zuvor
haben einige vor ihren Häusern geharkt, auch heute waren sie wieder aktiv", freute sich Bartz.
Weil in Jühnsdorf nicht nur im Herbst, sondern auch im Frühjahr geputzt wird, musste nur wenig
Müll eingesammelt werden.
QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 28.10.2009 Seite 9
Biker-Treff (Leserbrief aus Jühnsdorf)
Das Spektakel ist vorbei. Ob aus Kiel oder vom Starnberger See, Hamburg oder Hannover, unseren Bikern war
kein Weg zu weit, um am Freitagabend hier im schönen Jühnsdorf einzutreffen.
Das ganze Dorf war in Partylaune und begrüßte die Biker aus ganz Deutschland mit großer
Freude.
Die lange Reise stand einigen im Gesicht geschrieben, doch alle waren froh hier zu sein!
Dann ging es richtig los: Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und für jede Menge
Spaß im Festzelt sorgte DJ Gis mit seiner Musik.
Für viele war die Nacht recht kurz, denn am Sonnabend, schon um 9.oo Uhr sammelten sich die Teilnehmer
und es ging auf zur Sternfahrt nach Berlin.
Die Abholung der Teilnehmer erfolgte durch die Berliner Polizei, so dass es dann pünktlich um 10.oo Uhr
los in Richtung Hauptstadt ging.
Um die 600 Motorräder starten und genauso viele kamen an der Berliner Spinnerbrücke noch hinzu.
Gegen 17.oo Uhr kamen dann alle Biker in Begleitung der Polizei wieder gut in Jühnsdorf an.
Dann ging die Party so richtig los! Im Festzelt gab es tolle Musik der Live-Band, sowie eine Dessousshow.
Eine gelungene Veranstaltung, für die allen Beteiligten ein großes "Danke schön"
verdient haben!
Na dann, liebe Biker, Freunde und Besucher, wir sehen uns im August 2011, wenn es wieder heißt:
"Ein herzlisches willkommen den Bikern aus ganz Deutschland!".
Dirk Marien Ortsbeirat Jühnsdorf
QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 23.09.2009 Seite 3
Essen, Trinken, Musik und Spaß für 800 Motorradbesatzungen in Jühnsdorf
Zum dritten Mal seit 2005 war Jühnsdorf am Wochenende Endpunkt, Übernachtungs- und Partyplatz der
bundesweiten Motorradsternfahrt der Biker Union.
Vier Tage zuvor waren die Männer und Frauen mit ihren Maschinen auf vier Routen von Stuttgart, München,
Flensburg und Danewitz (bei Bernau) aufgebrochen, um der Hauptstadt entgegenzufahren. Insgesamt 4000 Kilometer
legten sie dabei zurück, nächtigten auf zuvor akquirierten Plätzen. Überall war die Polizei
mit im Boot, die Johanniter-Unfallhilfe schickte Helfer auf zwei Rädern. Jeweils ein Begleitfahrzeug
für Pannenhilfe war pro Route mit dabei.
Ein gewaltiger logistischer Einsatz, der sein glückliches Ende fand. "Keine Unfälle, lediglich
14 Ausfälle, also Pannen, die alle aus eigener Kraft behoben werden konnten", freute sich Rolf
"Hilton" Frieling, seit elf Jahren Vorsitzender der Biker Union.
340 "Moppeds" kamen nach der Sternfahrt Freitagabend in Jühnsdorf an: Motorräder, Gespanne
und Roller.
Das Macho- und gewalttätige Image haftet den Ledernen an, obwohl die Biker Union als größter
Interessenvertreter der Motorrad fahrenden Gilde andere Botschaften an die Menschen bringen will. "Wir sind
auch Verkehrsteilnehmer", so Hilton. "Bei uns gibt es natürlich auch schwarze Schafe, wie beim
Rest der Bevölkerung – ein paar mehr harte Jungs, klar", fügt er hinzu. Ansonsten hat man sich
am Sonnabend bei einer Demo in Berlin mit Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee über ganz handfeste Probleme
unterhalten: Das Vorbeifahren am Stau soll endlich in der StVO verankert werden. Und immer wieder fordern die
Biker einen Unterfahrschutz an Leitplanken. Der Minister bedauerte, dass sein Zeitplan keinen Besuch in
Jühnsdorf mehr erlaubte.
Von 18 Krädern und zwei Streifenwagen der Berliner Polizei eskortiert, erreichten dann 800 Biker zwischen
drei und 80 Jahren – den Sternfahrern hatten sich in Berlin und im Umland noch mehrere hundert angeschlossen –
das letzte Etappenziel, die Abschlussparty. Darum kümmerten sich in Jühnsdorf die Betreiber des
"PS-Bistro" und Frank "Franky" Gabriel, Chef des Teltow-Fläminger Biker -Stammtisches,
der sich regelmäßig in diesem Bistro trifft. Franky und seine Mitstreiter hatten jede Menge
Vorbereitungsaufwand, denn schließlich wurde in Jühnsdorf einiges geboten.
Die Feuerwehr der Gemeinde kümmerte sich um das Lagerfeuer und die Kinder, es gab eine Tombola,
Verkaufsstände, eine kleine Erotikshow und Musik einer Schülerband aus Potsdam-Mittelmark.
"Alles hat wunderbar geklappt, einmal ging kurzzeitig das Bier aus, aber frisches war schon auf dem
Weg", erzählte Franky lachend. Er und die Verantwortlichen der Biker Union sind froh, in
Jühnsdorf willkommen zu sein und hier einen für die Anreise und die Fahrt zur Berliner Demo
strategisch sehr günstig gelegenen Ort am südlichen Berliner Ring gefunden zu haben.
QUELLE: Märkische Allgemeine, Dienstag dem 01.09.2009 Seite 3
"Alte Hasen" sahen neue Gesichter
Mit dem Schirm im Rucksack beziehungsweise wetterfest angezogen trafen sich 23 Senioren kürzlich am
vereinbarten Treffpunkt.
Innerhalb der Truppe entdeckte man ein paar neue Gesichter, sehr zur Freude der "alten Hasen"
innerhalb der Wandergruppe der Volkssolidarität. Die Wanderung führte entlang dem Naturschutzgebiet
"Ehemaliger Blankenfelder See", am Westufer der Krummen Lanke bis nach Jühnsdorf.
Der Wanderleiter machte unterwegs auf die Stelle der ersten menschlichen Besiedlung am damaligen Blankenfelder
See aufmerksam. Ferner erfuhren wir Wissenswertes über die Entstehung des Glasowbaches im inzwischen
verlandeten Gebiet.
Am Rangsdorfer See angekommen wurden wir auf die Bemühungen der Entschlackung des Sees und die damaligen
technischen Einrichtungen bis hin zur Aufbereitungsanlage für den Seeschlamm hingewiesen.
Nach dem "heimathistorischen" Teil der Wanderung strebten wir eiligen Schrittes "Bärbels
Café" entgegen.
Dort begrüßten wir die nicht mehr so mobilen Volkssolidarität-Freunde, die wie immer mit dem
Pkw zum Wanderziel gebracht wurden. An dieser Stelle bedanken wir uns nochmal ganz herzlich bei der Wirtin
Bärbel Kuban für die erwiesene Gastfreundschaft.
Frisch gestärkt ging es anschließend den Jühnsdorfer Weg entlang zum Ausgangspunkt der
Wanderung zurück. Müde, aber zufrieden und mit frisch gestärktem Heimatgefühl, bedankten
sich alle Wanderfreunde bei den Organisatoren dieses schönen Tages.
QUELLE: Märkische Allgemeine, Mittwoch dem 19.08.2009 Seite 21
Wegweiser für Radler
Seit einigen Tagen stehen in Jühnsdorf zwei Steine, die keine gewöhnlichen sind. Sie sind Hinweissteine,
denn auf ihnen sind die Entfernungen vom Ort zu den nächsten Orten eingemeißelt. "Wir haben jeweils
die Kirchen in Jühnsdorf, Blankenfelde, Genshagen und Rangsdorf als Zielpunkte ausgewählt", berichtet
der Jühnsdorfer Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz.
Die Idee für diese Säulen kam aus dem Ortsbeirat Jühnsdorf. Das Geld stammt aus dem Gemeindehaushalt
Blankenfelde-Mahlow.
Die künstlerische Umsetzung hatte Roland Riesenberg übernommen. Seit etwa zehn Jahren lebt er in
Jühnsdorf und ist inzwischen vielen als ortsansässiger Meister für das Steinmetz- und Steinbildhauer
Handwerk bekannt. Denn Riesenberg hat im Dorf schon mehrere Spuren hinterlassen. Die Gedenktafel, die an die
Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft erinnert, stammt von ihm. Und auch die Knesebeck-Grabstätte in
Jühnsdorf, die dank einer Sparkassen Spende saniert werden konnte, trägt seine Handschrift.
Die neueste Errungenschaft von Jühnsdorf, die "Meilensteine", stehen an zwei Standorten. Einer
befindet sich direkt am Ortsausgangsschild an der Straße von Blankenfelde nach Jühnsdorf. Hier wird
über Entfernungen zu den Kirchen als Ortsmittelpunkte in genshagen (5 Kilometer), Blankenfelde (1,5 Kilometer)
und Jühnsdorf (2,5 Kilometer) informiert.
Auf dem Stein am Naturpfad, Höhe Autobahnbrücke und Rangsdorfer See, hat der Künstler wie auch auf
dem anderen Stein die Entfernungshinweise mit jeweils einem kleinen Kirchensymbol eingraviert: 2,5 Kilometer bis
zur Jühnsdorfer Kirche, 4 Kilometer bis zur Blankenfelder Kirche und 2,5 Kilometer bis zur Rangsdorfer
Kirche.
"Diese Steine waren einmal Grenzsteine zwischen Blankenfelde und Jühnsdorf, sind aus sächsischem
Granit und wiesen vor meiner Bearbeitung auch noch Einschusslöscher aus den vergangenen Kriegen auf",
berichtete Riesenberg.
Die Hinweissteine sind solide mit einem etwa 50 Zentimeter tiefen Sockel im Erdreich verankert. Der Stein selbst
hat jeweils etwa eine Höhe von einem Meter.
QUELLE: Märkische Allgemeine, Freitag dem 10.07.2009 Seite 15
Jühnsdorf hat nun einen Spielplatz
Was etwas länger dauert, wird dann umso besser: Jühnsdorf hat ihn den Kinderspielplatz!
Nach vielen Besprechungen und Ideen ist es nun vollbracht - der Spielplatz in der Dorfstraße 26 auf
dem Gelände des PS-Bistro ist fertig. Er kann ab sofort von allen Kindern bis 10 Jahre zum Spielen
genutzt werden. Für die Eltern, Oma und Opa gibt es auch Bänke zum Verweilen.
Der Ortsbeirat bedankt sich bei allen Helfern, zu denen auch die örtliche Feuerwehr gehörte,
herzlich.
QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 08.07.2009 Seite 2
Warten im Mohnfeld
"Wir sind keine Sprayer", stellt Mario Schuster klar, "und mit Graffiti haben wir auch nichts
am Hut".
Seine Kollegen Benjamin Braune und Daniel Siering, die gestern mit Sprühflaschen ein Mohnfeld auf das
Buswartehäuschen auf dem Jühnsdorfer Dorfanger malten, bezeichnen sich als Fassadengestalter.
"Wir haben nicht unter Brücken geübt", so der 25-jährige, dessen Firma Art.Efx aus
Potsdam den Zuschlag für die Neugestaltung des Unterstandes bekommen hat. Den Auftrag habe er ganz offiziell
von der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow erhalten.
Am Computer entstanden mehrere Gestaltungsvorschläge, die dem Ortsbeirat Jühnsdorf vorgelegt wurden.
"Wir wollten ein Motiv, das in unser Dorf passt", sagt Dirk Marien, Mitglied des Jühnsdorfer
Ortsbeirates. Das Mohnfeld gefiel allen Abgeordneten des Gremiums und wurde einstimmig beschlossen.
Erst sollte das alte Bushäuschen abgerissen werden, berichtet Dirk Marien: "Wir waren uns aber einig,
dass wir kein Glashaus wollen".
Bevor der Mohn erblühen konnte, mussten Kollegen von Mario Schuster das Wartehäuschen zunächst
einmal grundieren. Erst dann kann der Sprühlack aufgetragen werden. "Die Sprühdose ist ein sehr
gutes Medium", erklärt Schuster. Mehr als 200 Farben gäbe es.
Die Vorteile von Sprühlack seien leuchtende Farben, hohe Deckkraft und gute Langlebigkeit. Ist der Lack
aufgetragen, trocknet er binnen einer Minute. Außerdem lassen sich illegale Schmierereien ohne Probleme
wieder übersprühen. Wichtig sei nur, dass der Untergrund trocken ist. Regentropfen würden die
Farbe sonst verlaufen lassen.
In ganz deutschland haben Mario Schuster und seine kollegen schon für farbenfrohe Akzente im Stadtbild
gesorgt. Ganze Hausfassaden lassen sich mit der Sprühdose gestalten. Die Reaktionen der Menschen seien
positiv. "Die Leute sind froh, wenn graue Wände aufgepeppt werden", sagt der 25-Jährige.
Besonders beliebt seien Tiermotive. Nur selten kommt es vor, dass die Bilder verunstaltet werden.
Im Gegenteil: "Sogar unsere ältesten Objekte sind immer noch in einem Top Zustand".
QUELLE: Märkische Allgemeine, Freitag dem 03.07.2009 Seite 13
© 2009 Webdesign & Programmierung by Webdesign-BlueTeam.de