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Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen


Während draußen auf den Straßen das Laub und die Kastanien zusammengekehrt wurden und man somit das herbstliche Chaos entfernen wollte, wurde im Saal des Gemeinschaftshauses mit Absicht Chaos hergerichtet.

Zu Zeiten, zu denen andere Menschen an einem Samstagmorgen noch schlafen, konnte man am 03. November 2012 viele Bürger aus Jühnsdorf auf den Straßen sehen. Müll wurde beseitigt, das Laub der Bäume zusammengekehrt und noch ein letztes Mal Rasen gemäht.
Nach getaner Arbeit konnte man bei Gesprächen in gemütlicher Runde Burger und Wiener genießen. Dafür möchten wir uns recht herzlich bei der Gaststätte Cavallino bedanken, die auf dem Pferdehof Schmiedeberg in Jühnsdorf zu finden ist.

Für mich allerdings war die Arbeit noch lange nicht vorbei. Während die Jühnsdorfer draußen Aktiv waren, wurde bereits am Freitagabend begonnen im Saal des Gemeinschaftshauses mit Absicht ein Chaos herzurichten. Für die Kinder, ihre Eltern und auch für ihre Großeltern war auch dieses Jahr wieder ein Generationstreff organisiert. Dieses Jahr stand dieser unter dem Motto "Halloween".
Neben einfachen Dekorationen wie schwarzen, zerrissenen Müllsäcken, Lampions und Kürbissen konnte man auch gebastelte Fledermäuse, Girlanden und schaurige Schilder bewundern, die in monatelanger Kleinarbeit hergerichtet worden waren.
An einer gemütlichen Tafel bei gedämpftem Licht und Kerzenschein konnte man das eklig aussehende, aber wohlschmeckende Essen genießen. Während die Eltern so in ihre Gespräche versinken konnten, bot ich Unterhaltung für die Kinder. Bei einer Schatzsuche mussten Papp-Piraten besiegt werden und Spieleklassiker wie Zeitungstanz wurden gruselig umgestaltet. Natürlich durfte auch das Spiel "Fass ins Ungewisse" nicht fehlen.
Als krönenden Abschluss wurden die drei besten Kostüme mit gebastelten Pokalen, die nicht nur Klein, sondern auch Groß begeisterten, gekürt. Gewählt worden waren diese durch die anwesenden Eltern.
So fand der 03. November, der für viele mit Arbeit begonnen hatte, einen schaurig, schönen Ausklang mit dem bereits dritten Generationstreff, der veranstaltet worden war.
Heute steht jedoch noch in den Sternen, ob ich auch im nächsten Jahr wieder die Zeit finde, den Kindern eine Freude zu bereiten.

Text und Bilder: Vivian Dreßler

 

"Wenn der Schulmeister singet ..."

Wenn der Wecker schrillt und schreit,
dann ist es des Schülers größtes Leid.
Jeder weiß dann doch,
dass der Schüler hat Schule noch.

Heute weiß man nur zu gut,
dass die Schule Sonntags ruht.
Doch bei uns hat man's gewagt,
war nun am Sonntag Schule angesagt.

Des Schülers großes Leid begann
mit des Kirchen' Glockengesang.
Doch nun genug vom gereimten Wort,
fahren wir lieber mit dem Anfang fort...

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer sagte einmal: "Musik ist die Melodie, zu der die Welt der Text ist." Genau diese Aussage lässt sich auf das Konzert in der Jühnsdorfer Kirche zurückführen. Veranstaltet wurde dieses zur Erinnerung an Dr. Willy Lademann (1884-1976), einem bedeutendem Sprach- und Heimatforscher, der sich besonders um die Erforschung des Teltower Platts gekümmert hat. Dr. Willy Lademann war ein Nachkomme der Jühnsdorfer Lehrerfamilie Lademann. Zum Andenken an diese war das Konzert dieses Mal von ganz besonderer Art.

Am Sonntag, dem 23. September 2012, um 15.00 Uhr lauschten zahlreiche Gäste dem Klang der Flöten. Von diesem begleitet, trat die Schulklasse – der Chor – ein und ließ sich auf ihren Plätzen nieder. Es dauerte nicht lang, da folgte auch der Lehrer und das Singspiel begann. Während Klaus-Peter Pohl als Lehrkraft und seine Schüler mit Gesang die Ohren verwöhnten, wurde das Gemüt durch die komödiantischen Einlagen begeistert. Seien es Papierflieger, aufmüpfige Schüler oder die Weinflasche – zu der der Lehrer heimlich langte.
Auch bei Ulrich Thiem fand die Begeisterung durch seine Improvisation am Violincello keinen abklang. Er verband die Texte der Kirche mit modernerer Musik und sorgte so auch bei jüngeren Anwesenden für Bewunderung.
Nach weiteren Vorführungen des Jugendchors und des Blockflötenconsorts wurden die Gäste eingeladen, traditionell ein Lied zu singen. Dabei handelte es sich um "Wir pflügen und streuen". Von diesem Musikstück wird vermutet, dass auch die Lehrer aus der Familie Lademann es oft mit ihren Schülern gesungen haben. So fand die musikalische Untermalung dieses Gedenktages unter Leitung von Frau Hahn und Moderation von Pfarrer Gottfried Kraatz ein gelungenes Ende.
Der Höhepunkt war die Einweihung der Gedenktafel für Dr. Willy Lademann. In Gedenken an seine bedeutende Arbeit wurde dort der Spruch: "Ik hä di Lüde upt Mul jekääken un truejehörkt" (Sinnbildlich: Er hat zugehört und mitgeschrieben) verewigt.
Im Anschluss konnten die Anwesenden noch die Ausstellung im Kirchenvorraum betrachten oder den Tag beim gemeinsamen Kaffeetrinken im Gemeinschaftshaus des Dorfes ausklingen lassen.

Text und Bilder: Vivian Dreßler

 

Mit Höchstgeschwindigkeit ins Internet

Am 14 September gaben Ortwin Baier, Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, und Alexander Lucke, Geschäftsfüher der Internet Service GmbH DNS-Net, zusammen mit dem Breitbandbeauftragten des Landkreises, Marcel Penquitt, und dem Mitglied des Jühnsdorfer Ortsbeirats, Andreas Dreßler, per symbolischen Druck auf den roten Knopf das VDSL für den Ortsteil Jühnsdorf frei.
VDSL steht für "Very High Speed Digital Subscriber Line" und bezeichnet eine schnelle Datenübertragungstechnik.
Nun können alle Jühnsdorfer diesen schnellsten aktuell am Markt verfügbaren DSL-Typ mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 25 - 30 MBit pro Sekunde in Anspruch nehmen.
Bereits im August erfolgte die VDSL-Freigabe für den Gemeindeteil Mahlow-Waldblick. "Mit der VDSL-Anbindung von Jühnsdorf und Mahlow-Waldblick sind zwei mit schnellem Internet unterversorgte Bereiche unserer Gemeinde von der Karte verschwunden. Meinen besonderen Dank möchte ich Herrn Dreßler aussprechen, der sich in den vergangenen drei Jahren mit hohem persönlichen Einsatz für die Anbindung Jühnsdorfs stark machte.
Bis Ende 2013 werden auch die noch verbliebenen unterversorgten Flecken in unseren Ortsteilen Blankenfelde, Dahlewitz und Groß Kienitz Geschichte sein", sagte Bürgermeister Ortwin Baier in einer Pressemitteilung.

QUELLE: Blickpunkt, Sonnabend den 22.09.2012 Seite 3

 

100 Jahr sind's nun schon

Tatütata, die Feuerwehr ist da, heißt es nun schon seit 100 Jahren in Jühnsdorf.
Anlässlich dieses runden Geburtstags versammelten sich Jühnsdorfer und Gäste am 25. August 2012 gegen 13.00 Uhr entlang der Dorfstraße des Dorfes und warteten gespannt. Schließlich war es leises Hufgetrappel, das das Kommen des angekündigten Umzuges verkündete. Angeführt von einem alten Feuerwehrwagen der Gräfendorfer Feuerwehr, der noch von Pferden gezogen wird, schritten die Kameraden aus Jühnsdorf gemeinsam mit den Fahrzeugen der Feuerwehren aus Blankenfelde, Mahlow, Gräfendorf, Groß Schulzendorf und Diedersdorf.
Mit kurzen oder langen Reden und Geschenken wurde die Jühnsdorfer Feuerwehr beglückt. Unter anderem gab es einen neuen Ventilator, der einen schnelleren Zugang zu mit Rauch gefüllten Räumen ermöglichen soll, vom Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow überreicht. Außerdem gab es von jeder der anwesenden Feuerwehren ein kleineres Präsent. So gab es einige neue Ausrüstungsgegenstände, sowie eine kleine Statue und – was natürlich bei einem Geburtstag nicht fehlen darf – eine Torte.
Der anstehende späte Nachmittag wurde eröffnet mit einem Duell der Jühnsdorfer Männermannschaft gegen die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Nach einem Unentschieden wurde die Zeit zur Entscheidung mit der Vorstellung der anwesenden Feuerwehrfahrzeuge und kleineren Vorführungen von verschiedenen Feuerwehren – zum Beispiel einer Ersten-Hilfe-Übung der Blankenfelder Feuerwehr – überbrückt.
Mit Speis und Trank gestärkt, ging es schließlich in die entscheidende Runde des Wettbewerbes, den die Jühnsdorfer Feuerwehr dann endlich für sich entscheiden konnte.
Abgeschlossen wurde das Fest mit einer Feuershow, die jedes Softeis hätte schmelzen lassen.

Text und Bilder: Vivian Dreßler

 

Gemeindehaushalt vor dem Kollaps - Rathausneubau nicht mehr finanzierbar!

Die Fraktion BVBB-Wählergruppe Mitglieder & Sympathisanten (BVBB-WG) in der Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow fordert von Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) das öffentliche Eingeständnis, dass der Rathausneubau mit veranschlagten Kosten in Höhe von ca. 14 Millionen EURO nicht mehr finanzierbar ist.

Die Fraktion hat dies bei allen bisherigen Beratungen oder Abstimmungen bspw. über die Haushalte 2009 und 2010 wie auch bei den Beschlussfassungen über den Beratervertrag für die AG Rathaus oder auch den Generalplanervertrag quasi vorausgesagt. Bürgermeister Baier (SPD) wie auch die Mitglieder der Fraktionen SPD/Grüne, Die Linke und der CDU haben die Vertreter der BVBB-WG dafür stets in die Ecke der Schwarzmaler oder der Verhinderer eines zukünftigen Zentrums von Blankenfelde gestellt.

Seit der Haushaltsklausurtagung vom vergangenen Wochenende liegen die schon als dramatisch zu bezeichnenden Zahlen für den Zeitraum 2011-2014 auf dem Tisch. Die Fraktion sieht sich erst Recht durch diese Vorlage der Kämmerin in Ihrer Prognose bestätigt.

Bereits im August d.J. hat die Fraktion anlässlich der Abstimmung über den Generalplanervertrag Herrn Baier aufgefordert, der Gemeindevertretung und den Bürgerinnen und Bürgern von Blankenfelde-Mahlow nun endlich reinen Wein einzuschenken, wie das Millionenprojekt finanziell geschultert werden soll. Herr Baier lehnte ab und kündigte ein Finanzierungskonzept erst für Ende 2011 - also nach der Bürgermeisterwahl - an. Zudem behauptete er, dass ein Finanzierungskonzept für das Vorhaben, wie es etwa die Fraktion BVBB-WG anmahnte, nicht neu erfunden werden müsse, denn "die Mittel sind im Haushalt drin".

Nicht einmal 6 Wochen später konstatiert die Kämmerin in ihrer Vorlage ein strukturelles Defizit von rd. 3,6 Millionen EURO für 2011 sowie die daraus resultierende "dauerhafte Überlastung des Haushalts durch nicht finanzierte Ausgaben". Ursache hierfür ist vor allem der geplante Rathausneubau, der in 2012 ein Defizit von 2,9 Millionen EURO und 2013 von 4,2 Millionen EURO verursacht. In diesen Zahlen sind ggf. neue oder weitere Kostensteigerungen bei den laufenden Investitionsmaßnahmen im Hochbaubereich, wie in den vergangenen Jahren beim Parkhaus und der Astrid-Lindgren-Grundschule in Millionen-Größenordnungen, nicht berücksichtigt.

"Baier ist in kürzester Frist von der Realität der Zahlen eingeholt worden, sein Hochmut unseren Warnungen gegenüber war völlig unangebracht" so Thomas Breidbach, für die Fraktion Mitglied im Finanz- und Wirtschaftsausschuss. "Auch wenn die gestrichenen Schlüsselzuweisungen des Landes zumindest in der erhofften Höhe für 2011 gekommen wären, ist die Finanzierung von bisher veranschlagten 14 Mio. EURO für das Projekt Rathaus in den Haushaltsplanungen nicht darstellbar", so Thomas Breidbach weiter.
Die Behauptung von Herrn Baier "die Mittel sind im Haushalt drin" sind zynisch und für einen Bürgermeister völlig unangemessen. Denn sie sollten wenn sie "drin sind" nicht zu einem nicht genehmigungsfähigen Haushalt führen, der anschließend ein Haushaltssicherungskonzept notwendig macht und uns somit unter die Kuratel des Landrates stellt.
Der Bürgermeister wie auch die Vorsitzende des Finanz- und Wirtschaftsausschusses, Regina Bomke (CDU) müssen sich vorhalten lassen, in Verwaltung bzw. Gemeinderat jeweils an vorderster Stelle, für eine desaströse Haushaltslage verantwortlich zu sein.

Die "Krönung" dieser skandalösen Haushaltspolitik der vergangenen Jahre ist die Aufforderung des Bürgermeisters, dass nun die Fraktionen Einsparvorschläge unterbreiten sollen, wie das Millionen-Defizit ausgeglichen werden kann.

Breidbach: "Erst das Geld mit vollen Händen rausschmeissen, zuvor alle Warnungen in den Wind schlagen und schließlich die Gemeindevertreter/innen zu (unpopulären) Einsparvorschlägen auffordern ist an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten."

Die Fraktion fordert Bürgermeister Baier auf, unverzüglich seine Hausaufgaben zu machen und bis November einen genehmigungsfähigen Haushaltsentwurf vorzulegen.

QUELLE: Pressemeldung BVBB-WG, Montag 04.10.2010

 

Senioren erkunden Jühnsdorf

Anlässlich der diesjährigen Seniorenwoche im Landkreis Teltow-Fläming rückte ein kleines Dorf der Großgemeinde Blankenfelde-Mahlow, nämlich Jühnsdorf, in den Fokus des Interesses. Angeregt von der Seniorenbeauftragten Rosemarie Müller, organisierte die Ortsgruppe der Volkssolidarität-Bürgerhilfe Blankenfelde eine Radtour mit geführter Ortsbesichtigung.

Am Dorfgemeinschaftshaus in Jühnsdorf wurden die Radler von Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz willkommen geheißen. Nachdem die Räder auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses abgestellt waren, gab Horst-Dietrich Bartz in groben Zügen einen Abriss der wechselvollen Dorfgeschichte. So war unter anderem zu erfahren, dass die im Jahre 1375 mit Feldsteinen errichtete Kirche im Jahre 1995 rekonstruiert wurde und einen neuen Dachstuhl und ein neues Dach erhielt. Beeindruckend ist neben der schlichten Bauweise und Ausstattung der Kirche eine Tafel mit der Inschrift: "Friede den Toten, Versöhnung den Lebenden".

Auf dem Kirchhof legen eiserne Kreuze, Grabplatten und -steine Zeugnis vom Leben und Wirken von Angehörigen der Familie Lademann ab, welche sich als Lehrer, Küster und Heimatforscher um den Ort verdient gemacht haben. Auf einer eingefriedeten Grabstätte haben die Angehörigen der Familie Knesebeck – ihr gehörte der Ort Jühnsdorf einst – ihre letzte Ruhestätte. Schräg gegenüber der Jühnsdorfer Kirche befindet sich das im Jahre 1824 erbaute Gutshaus, das nach dem Krieg kurz als Landfrauenschule diente, danach lange Jahre als Landwirtschaftsschule genutzt wurde und nun seit 15 Jahren in privatem Besitz ist.

Ein Stück weiter hat sich auf dem ehemaligen Volksgut der renommierte Kunstmaler Gecelli ein Wirtschaftsgebäude als Atelier ausgebaut.

Zwischen Western-Reithof und Motorradsalon mit Bikertreff mündet ein Feldweg. Wer sich die Mühe macht und ihm ein paar Schritte folgt, stößt auf das von Elisabeth Knesebeck gestiftete und in den frühen 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts restaurierte Kriegerdenkmal, welches an die ortsansässigen Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern soll.

In der Nähe befindet sich auf einem kronenlosen Baum ein belegtes Storchennest und ein Hain mit fünf alten Eichen.

Der Dorfrundgang endete an der Steinmetzwerkstatt nahe der Autobahnquerung. Kurz zuvor war noch der evangelische Friedhof besichtigt worden.

Mit einem kleinen Präsent bedankte sich die Gruppe beim Ortsvorsteher für die faktenreiche Führung durch Jühnsdorf. Allgemein wurde der Wunsch geäußert, dass die Menschen in den verschiedenen Ortsteilen der Großgemeinde in Zukunft in stärkeren Kontakt miteinander treten und – wie hier geschehen – ihre Nachbardörfer besser kennenlernen sollten.

QUELLE: Märkische Allgemeine (Egmont Edelhoff), Freitag dem 09.07.2010 Seite 19

 

Gospelkonzert in Jühnsdorf

Am ersten Sonntag im Juli (4.7.) um 17.00 Uhr) lädt die Kirchengemeinde Jühnsdorf zu einem ganz besonderen Konzert in ihre Dorfkirche ein. Der bekannte Paul-Robeson-Chor Berlin wird den dafür besonders gut geeigneten Kirchenraum mit Gospel- und Spiritualklängen füllen.
Die fast fünfzig Chorsängerinnen und Chorsänger bringen neben ihrer Begeisterung Erfahrungen von vielen Chorreisen mit, die sie bis nach Schweden und nach Palästina (Bethlehem ) führten. Der Chorleiter Martin Derday bringt dabei sein besonderes "Feeling" für Soul- und Gospelmusik ein.
Es gibt also ganz viele Gründe am 4.Juli um 17 Uhr zum Gospelkonzert nach Jühnsdorf zu kommen! Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte für den Paul Robeson-Chor wird gebeten!
Darüber hinaus ist das liebevoll gepflegte Dorf Jühnsdorf an einem Sommertag immer einen Fahrrad- oder Autoausflug wert, der sich ideal mit dem Konzertbesuch verbinden lässt.

QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 30.06.2010 Seite 16

 

Willkommen in Jühnsdorf

Anlässlich des diesjährigen Frühjahrsputzes hatte sich der Ortsbeirat Jühnsdorf am Sonnabend etwas Besonderes einfallen lassen.
"Wir haben in Absprache und mit der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow zwei Willkommens-Schilder aufgestellt", berichtet Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz. Sie stehen am Löwenbrucher Weg, nahe der Dorfstraße, sowie am Lankeweg, ebenfalls nahe der Dorfstraße. "Willkommen in Jühnsdorf" ist darauf zu lesen.
Mehrere Ansichten informieren über den Ort. Neben einem Winter-Foto ist die Kirche zu sehen, das Schloss, auch Herrenhaus genannt, ein Panoramablick mit viel Grün sowie die Stele, die an die Toten des Weltkrieges 1914-1918 erinnert.
Nur wenige kennen dieses Denkmal, das am Löwenbrucher Weg reichlich versteckt steht. Auf der Rückseite ist vermerkt: "Gestiftet im Jahre 1921 durch Elisabeth v.d. Knesebeck, geborene Kühne, Jühnsdorf". Auf der Vorderseite sind unter der Überschrift "Zum ehrenden Andenken" zahlreiche Namen von gefallenen Soldaten zu lesen. Oben auf der Stele thront ein Adler aus Stein. Beim Frühjahrsputz am Sonnabend waren nach Angaben von Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz auf der Dorfaue und am Friedhof etwa 25 Freiwillige im Einsatz, darunter zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr.
"Aber auch viele Anwohner waren aktiv, säuberten die Gehwege und strichen ihre Zäune. Dafür möchte ich allen ein Dankeschön aussprechen", betonte Bartz.
Außerdem weist er darauf hin, dass die Rückseiten der beiden neuen Willkommensschilder noch frei sind. "Hier ist genügend Platz für Werbung oder Informationen", informiert er. Es sollte aber schon zur Natur passen.

QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 31.03.2010 Seite 7

 

Einbahnstraße gegen Raser: Jühnsdorfer fordern Verkehrsberuhigung

Jühnsdorf ist ein beschauliches Dorf mitten im Grünen mit rund 300 Einwohnern. Der Ortsteil der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow liegt an der Landesstraße 792, die von Blankenfelde den Durchgangsverkehr weiter nach Groß Schulzendorf leitet.
Das Problem ist die an der Dorfaue in Jühnsdorf parallel dazu verlaufende Dorfstraße. Die Zufahrt erfolgt von der L 792 in Höhe des Motorradgeschäfts, der Feuerwehr, des Dorfgemeinschaftshauses und dann wieder hinter dem "Schloss", wie ein großes Gutshaus genannt wird.
"Auf dieser alten Straße fahren viele Kraftfahrzeuge mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch und gefährden unsere Kinder", beschwerten sich etwa 15 Anwohner bei der letzten Sitzung des Ortsbeirates unter der Leitung von Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz.
Auch wild parkende Autos sind ein Problem. Deshalb suchen die Anwohner seit Jahren eine Lösung, um die Dorfstraße vom Durchgangsverkehr zu befreien. Mehrere Lösungen wurden bei der Sitzung vorgeschlagen. Ingo Hildebrand von der Gemeindeverwaltung schlug ein Durchfahrtsverbot aus Richtung Blankenfelde vor sowie die Einengung an dieser Kreuzung mit der L 792.
Anwohner und auch die Mitglieder des Ortsbeirates Andreas Dreßler und Dirk Marien jedoch favorisierten eine Einbahnstraßen-Regelung. "Hier sollte nur in Richtung Blankenfelde die Durchfahrt erlaubt sein", forderte Bartz. "Wegen der zwei Kurven in Höhe des Dorfgemeinschaftshauses und der Feuerwehr als Zufahrt von der L 792 können die Autos dann nicht mehr so schnell fahren wie bislang", ergänzte er.
Die Verwaltung wird dies nun mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises prüfen.

QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 24.02.2010 Seite 3

 

Anlieger sind gefragt: Jühnsdorf will an Dorfaue Spielstraße

Klein, aber fein - so will der Ortsbeirat Jühnsdorf sein Dorf und hat dafür auch immer Ideen. Eine, die schon lange durch den Ort geistert, ist die, westlich der Dorfaue eine verkehrsberuhigte Zone einzurichten, und zwar ungefähr zwischen PS-Bistro und Kirche. "Diesen Abschnitt wollen wir familienfreundlich gestalten, erste Ansätze gibt es dazu ja schon", erklärte Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz. Nachdem dort der Anger mit Bänken und Spielgerät aufgepeppt wurde, biete sich an, die Strße vor allem für die Jüngsten sicherer zu machen. "Meinetwegen auch als Spielstraße", so Bartz, der damit keine Probleme für die Anwohner sieht. Die schöne Ecke würde nur attraktiver für sie. Natürlich solle der Aufwand überschaubar bleiben. Aber eine Verkehrsberuhigung würde auch Kraftfahrer ausbremsen, die über die Dorfaue versuchten, die Radarkontrolle auf der Hauptstraße zu umfahren. Das letzte Wort dazu ist noch nicht gefallen. Der Jühnsdorfer Ortsbeirat entschied, dazu am 10. Februar die Anlieger zu befragen.

QUELLE: Märkische Allgemeine, Freitag dem 08.01.2010

 

Freiwillige pflanzen Bäume

Initiative und Revierförster lassen 2000 Eichen und Buchen sprießen
Revierförster Stephan Parsiegla traute am Sonnabend seinen Augen nicht. Zu der von Martin Schmid von der Initiative Wikiwoods organisierten Pflanzaktion im Wald auf der Gemarkung Jühnsdorf, zwischen dem Natursportpark Blankenfelde und der Autobahn gelegen, waren rund 50 Freiwillige erschienen.
Darunter auch Gäste aus Osteuropa wie zum Beispiel Valeria Svart aus Moldawien und Julia Lukyanovich aus Weißrussland. "Sie haben als Studierende von unserem Verein Copernicus ein Stipendium erhalten und wollen, wie wir alle heute, praktische Arbeit leisten", informierte Sina Grasmück.
Überraschend waren auch 20 Mitglieder der Waldorfschule Berlin-Mitte erschienen. "Wir sind mit dem Zug bis Dahlewitz gefahren und wurden von dort mit einem Traktor-Shuttle hier in den Wald gebracht. Ein tolles Erlebnis für die Kinder", berichtete Horterzieherin Julia Eisele.
Sie alle waren dem Internet-Aufruf der Initiative Wikiwoods gefolgt. "Seit 2007 sind wir als Baumpflanzer aktiv", betonte Martin Schmid. "Mit dem heutigen Tag haben wir rund 23 000 Bäume bundesweit gepflanzt", ergänzte er.
Am 15. November waren Mitglieder im Unteren Odertal bei Schwedt mit einer Baum-Heckenpflanzung aktiv. Aber auch im Saarland, nahe Hamburg sowie nahe Göttingen hatten sie Einsätze. "Unser Ziel ist es, aus Kiefernforsten wieder naturnahe Wälder zu machen, Wildkorridore und Waldrandbepflanzungen, Auwälder und Obstbaumalleen entstehen zu lassen", erläuterte Schmid.
"Eine tolle Idee", freute sich der Revierförster. Er wies zu Beginn der Aktion die Teilnehmer in die Kunst des Baumpflanzens ein: "Die Baumreihen haben einen Abstand von 1,80 Meter, der Abstand von Baum zu Baum beträgt 50 Zentimeter." Gepflanzt wurden Traubeneichen und Hainbuchen, die auch Weißbuchen genannt werden. Zusammen mit seinen Mitarbeitern und Zivildienstleistenden hatte er das Pflanzfeld so vorbereitet, dass die Helfer "nur noch" 2000 Löcher mit Spaten ausheben und die kleinen Bäume einsetzen mussten. Nach rund fünf Stunden waren alle froh, sich mit Gegrilltem und heißen Getränken stärken zu können.
Die Bäume, sie kosten knapp 60 Cent das Stück, wurden vom Landkreis Teltow-Fläming als Waldeigentümer bezahlt.
www.wikiwoods.org (Von Heino Maß)

QUELLE: Märkische Allgemeine, Montag dem 23.11.2009 Seite 13

 

Jühnsdorfer feierten 20 Jahre Mauerfall

Mit einem Festgottesdienst zelebrierte die Gemeinde Jühnsdorf in ihrer Dorfkirche gemeinsam mit Kantorei, Jugendchor und Instrumentalisten der Kirchengemeinde Blankenfelde 20 Jahre Mauerfall und friedliche Revolution.
Pfarrer Peter Collatz und Kantorin Hanna Maria Hahn erinnerten in ihren Gedenkreden an die Rolle der Kirche, die als treibende Kraft zur Veränderung maßgeblich am Mauerfall beteiligt war.
Neben Choralkantaten wie "Verleih uns Frieden gnädiglich" und Joseph Haydns letztem Satz aus dem "Kaiserquartett", dessen Melodie mit August Heinrich Hoffmann von Fallersleben "Lied der Deutschen" zur deutschen Nationalhymne verschmolz, erklang auch ehemals verbotenes Liedgut. Der Abdruck des Liedes "Wer Gott folgt, riskiert seine Träume" etwa war im glaubensfeindlichen DDR-Regime verboten.
Vor übervollen Kirchenbänken berichtete Kantorin Hahn aus jenen Zeiten, als ostdeutsche Bibelkreise, von der Stasi streng beäugt, halboffizielle Treffen mit westdeutschen Christen in Ostberlin abhielten.
Wer im Anschluss an den Festgottesdienst seine eigene Erinnerung an die Ereignisse in den Wendemonaten auffrischen wollte, konnte dies anhand zahlreicher Zeitungsartikel Berliner aber auch hiesigen Medien tun, die der Jühnsdorfer Immo Isberner in dieser Zeit gesammelt hatte.
Auch andere hatten alte Truhen aus dem Keller geholt und Erinnerungen an die Zeit vor 20 Jahren entstaubt. Einige brachten Fotos mit, eine Jühnsdorferin zog extra jenen Mantel an, den sie auch am Tag des Mauerfalls getragen hatte.
"Ich war damals so glücklich", erinnerte sich eine andere Dame beim Studieren von Isberners Zeitdokumenten. "Mit der Kirche hatte ich zu DDR-Zeiten nichts am Hut. Heute freue ich mich, Gott für dieses Freiheitsgeschenk danken zu können!"

QUELLE: Märkische Allgemeine, Dienstag dem 10.11.2009 Seite 15

 

Am Checkpoint Charly einem Reporter in die Arme gelaufen

Erinnerungen: So erlebte der jetzige Ortsvorsteher von Jühnsdorf den 9. und 10. November 1989
Am Abend des 9. November 1989 verfolgte ich die "Aktuelle Kamera" des DDR-Fernsehens mit der Pressekonferenz von Günter Schabowski. Die Mitteilung über die Möglichkeit der Antragstellung für den Reiseverkehr für "Jedermann" in den Westen mit sofortiger Wirkung nahm ich beiläufig und als längst überfällig zur Kenntnis und schaltete um auf ARD und ZDF.
Im Frühjahr 1989 hatte die ungarische Regierung schon die Aufhebung von Reisebeschränkungen angekündigt. Damit war für mich das Ende dieser Reisebeschränkungen für die Bürger der DDR schon absehbar. Die DDR stand ohnehin vor einem wirtschaftlichen Kollaps, den ich aus mir zugänglichen Daten des Güterverkehrs im Bekanntenkreis bereits seit 1986 vorausgesagt hatte. Gedanklich beschäftigte ich mich schon mit der Antragsstellung für eine Reise zur Verwandtschaft nach West-Berlin. Nachdem viele Leute in den zurückliegenden Jahren eine alte Tante oder Onkel im Westen glaubhaft nachweisen konnten und damit eine Reiseerlaubnis erhielten, war mir das in den Jahren 1986 und 1987 auch gelungen. Die Anträge in den Jahren 1988 und 1989 wurden allerdings abgelehnt. Schriftliche Eingaben beim Innenministerium und heftige Wortgefechte am Telefon mit den Bearbeitern blieben erfolglos. Die Zusage von Reiseerleichterungen an diesem Abend war somit ein Erfolg und stellte mich zufrieden.
Am nächsten Morgen fuhr ich mit Bahn und S-Bahn zu einem Termin im Funkwerk Köpenick. Die leeren Züge fielen mir gar nicht auf. Der große Knall kam erst beim Besuchereingang des Funkwerks, als mir die verbliebene Pförtnerin unterbreitete, dass wegen Abwesenheit der Belegschaft Termine nicht wahrgenommen werden können. Ich traute meinen Ohren nicht und fragte nach dem Grund. "Na wissen ’se denn nich, die Mauer is doch seit jestern Abend offen, allet rennt nu vor Freude nach ’n Westen, ick will nach de Schicht och denn rüber, mal kicken, wat da los is und Tantchen besuchen."
Also ganz klar, ich hatte den eigentlichen Mauerfall regelrecht verpennt. An meinem Arbeitsplatz empfing mich der Pförtner mit den Worten: "Mensch, komm’ste nu endlich. Deine Schwester wartet schon. Sie will mit Dir Eure Tante Frieda besuchen." Ich rief meine Frau in Rangsdorf an und informierte sie darüber, dass es später werden könnte.
Es lag eine ungeheure Spannung in der Luft. Wie werden sich die Russen in den nächsten Stunden verhalten? Das Volk hat die Macht übernommen. Die Staatsmacht war gelähmt.
Also nun mit Schwesterchen los zum nahe gelegenen Grenzübergang Checkpoint Charly, wo wir uns in die Reihe der Wartenden einordneten und unseren Stempel für die Ausreise aus der DDR erhielten. Freudig erregt gingen wir durch den Grenzübergang, wo uns schon eine Gruppe von Menschen begrüßte und schrie: "Wo bleibste denn, wir haben schon die Kohle und sind schon auf dem Heimweg und müssen das Ganze erst verdauen. Du warst ja schon zwee mal drüben, du kennst dich ja hier aus." (Na gut, die Genossen hatten also ihre Kohle schon geholt, Partei und Regierung, Marx, Engels und wie sie alle heißen sind uns völlig unbekannt, und Sozialismus, watt is’ dett? Den Bonbon und dett rote Buch mit de zwee Hände war ja längst reif für de Mülltonne.)
Über all dem lag nun der uns gewohnte Gestank von den Wartburgs und Trabbis, die nun die Straßen der westlichen Welt zu erobern suchten. Bis zu Tante Frieda waren es nur wenige Schritte: Freudentränen, Tasse Jacobs-Kaffee und Kuchen aus der Konditorei. Tante Frieda hatte Telefon, also wurden alle Verwandten und Bekannten angerufen und Termine für Treffen in den nächsten Stunden und Tagen vereinbart.
Dann holten sie den "Hunni" (det war ja ’n dollet Jefühl mit der West-Kohle), aber gekauft wurde nichts. Der erste Einkauf sollte zusammen mit der ganzen Familie erfolgen.
Auf dem Rückweg lief ich am Checkpoint Charly einem japanischen Reporter in die Arme. Ich sagte ihm, dass die friedliche Revolution in der DDR mit dem Mauerfall die erste demokratische Handlung im Osten Deutschlands nach dem Jahre 1933 sei und die Leute sich erst der Tragweite dieser Ereignisse bewusst werden müssten, dass in diesen Tagen Weltgeschichte geschrieben wird.
Ich war innerlich sehr erregt und so beschloss ich, von meinem Arbeitsplatz an der Krausenstraße, wo ich noch meine Aktentasche abgeholt hatte, zum Alex zu laufen. Am ZK-Gebäude überraschte mich ein erschütterndes Bild. Völlig verstörte, heulende Genossen beherrschten die Szenerie. Ich wagte in diesem Moment nicht, meine Freude über den Mauerfall öffentlich zu zeigen. Ich glaube nicht, dass ich ohne Blessuren die Szene hätte verlassen können. Helden hätten in diesem Fall die Deutschlandfahne auf dem ZK-Gebäude gehisst, doch ich war kein Held.
Die armen Schweine, dachte ich: Jahrzehnte in ihrem Elfenbeinturm ideologisch gefangen und weltfremd, taten sie mir jetzt irgendwie leid. Ich ging jeder Diskussion aus dem Weg und machte mich behände aus dem Staub. Erst spät abends kam ich an diesem denkwürdigen Tag nach Hause.

QUELLE: Märkische Allgemeine, Sonnabend/Sonntag dem 07/08.11.2009 Seite 17

 

Herbstputz in Jühnsdorf

In Jühnsdorf riefen Ortsbeirat und Feuerwehr kürzlich zum großen Dorfputz und zahlreiche Helfer kamen. So wurden Friedhof, die Dorfaue, die Anlagen um Kirche und Dorfgemeinschaftshaus sowie das Grundstück der Feuerwehr vom Laub befreit und alles winterfest gemacht. Mehrere örtliche Unternehmen und der Bauhof hatten den Herbstputz unterstützt, der laut Dirk Marien vom Ortsbeirat Jühnsdorf ein voller Erfolg war. Er möchte allen Beteiligten dafür danken.

QUELLE: Märkische Allgemeine, Dienstag dem 03.11.2009 Seite 18

 

Familiärer Herbstputz

Familiär ging es am Sonnabend wieder zu beim diesjährigen Herbstputz in Jühnsdorf. Eingeladen hatte Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz. Über 20 freiwillige Helfer waren auf der Dorfaue erschienen, um vor allem das Laub zu entfernen. Diesmal ging es schneller als sonst, denn der Werkstatthof der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow hatte eine Kehrmaschine zur Verfügung gestellt. Gesteuert wurde sie vom Mitarbeiter André Zietz, der auch noch als Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Jühnsdorf tätig ist. Fünf Kubikmeter fasst das Fahrzeug, weil das Laub im Innern verdichtet wird.
Viele Mitglieder der Wehr waren erst einmal mit Harken und tragbaren Gebläse-Geräten im Einsatz. Dann kam die Kehrmaschine und saugte alles auf. Aber auch die Anwohner waren aktiv. "Bereits Tage zuvor haben einige vor ihren Häusern geharkt, auch heute waren sie wieder aktiv", freute sich Bartz.
Weil in Jühnsdorf nicht nur im Herbst, sondern auch im Frühjahr geputzt wird, musste nur wenig Müll eingesammelt werden.

QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 28.10.2009 Seite 9

 

Biker-Treff (Leserbrief aus Jühnsdorf)

Das Spektakel ist vorbei. Ob aus Kiel oder vom Starnberger See, Hamburg oder Hannover, unseren Bikern war kein Weg zu weit, um am Freitagabend hier im schönen Jühnsdorf einzutreffen.
Das ganze Dorf war in Partylaune und begrüßte die Biker aus ganz Deutschland mit großer Freude.
Die lange Reise stand einigen im Gesicht geschrieben, doch alle waren froh hier zu sein!
Dann ging es richtig los: Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und für jede Menge Spaß im Festzelt sorgte DJ Gis mit seiner Musik.
Für viele war die Nacht recht kurz, denn am Sonnabend, schon um 9.oo Uhr sammelten sich die Teilnehmer und es ging auf zur Sternfahrt nach Berlin.
Die Abholung der Teilnehmer erfolgte durch die Berliner Polizei, so dass es dann pünktlich um 10.oo Uhr los in Richtung Hauptstadt ging.
Um die 600 Motorräder starten und genauso viele kamen an der Berliner Spinnerbrücke noch hinzu.
Gegen 17.oo Uhr kamen dann alle Biker in Begleitung der Polizei wieder gut in Jühnsdorf an.
Dann ging die Party so richtig los! Im Festzelt gab es tolle Musik der Live-Band, sowie eine Dessousshow.
Eine gelungene Veranstaltung, für die allen Beteiligten ein großes "Danke schön" verdient haben!
Na dann, liebe Biker, Freunde und Besucher, wir sehen uns im August 2011, wenn es wieder heißt: "Ein herzlisches willkommen den Bikern aus ganz Deutschland!".

Dirk Marien Ortsbeirat Jühnsdorf

QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 23.09.2009 Seite 3

 

Essen, Trinken, Musik und Spaß für 800 Motorradbesatzungen in Jühnsdorf

Zum dritten Mal seit 2005 war Jühnsdorf am Wochenende Endpunkt, Übernachtungs- und Partyplatz der bundesweiten Motorradsternfahrt der Biker Union.
Vier Tage zuvor waren die Männer und Frauen mit ihren Maschinen auf vier Routen von Stuttgart, München, Flensburg und Danewitz (bei Bernau) aufgebrochen, um der Hauptstadt entgegenzufahren. Insgesamt 4000 Kilometer legten sie dabei zurück, nächtigten auf zuvor akquirierten Plätzen. Überall war die Polizei mit im Boot, die Johanniter-Unfallhilfe schickte Helfer auf zwei Rädern. Jeweils ein Begleitfahrzeug für Pannenhilfe war pro Route mit dabei.
Ein gewaltiger logistischer Einsatz, der sein glückliches Ende fand. "Keine Unfälle, lediglich 14 Ausfälle, also Pannen, die alle aus eigener Kraft behoben werden konnten", freute sich Rolf "Hilton" Frieling, seit elf Jahren Vorsitzender der Biker Union.
340 "Moppeds" kamen nach der Sternfahrt Freitagabend in Jühnsdorf an: Motorräder, Gespanne und Roller.

Das Macho- und gewalttätige Image haftet den Ledernen an, obwohl die Biker Union als größter Interessenvertreter der Motorrad fahrenden Gilde andere Botschaften an die Menschen bringen will. "Wir sind auch Verkehrsteilnehmer", so Hilton. "Bei uns gibt es natürlich auch schwarze Schafe, wie beim Rest der Bevölkerung – ein paar mehr harte Jungs, klar", fügt er hinzu. Ansonsten hat man sich am Sonnabend bei einer Demo in Berlin mit Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee über ganz handfeste Probleme unterhalten: Das Vorbeifahren am Stau soll endlich in der StVO verankert werden. Und immer wieder fordern die Biker einen Unterfahrschutz an Leitplanken. Der Minister bedauerte, dass sein Zeitplan keinen Besuch in Jühnsdorf mehr erlaubte.

Von 18 Krädern und zwei Streifenwagen der Berliner Polizei eskortiert, erreichten dann 800 Biker zwischen drei und 80 Jahren – den Sternfahrern hatten sich in Berlin und im Umland noch mehrere hundert angeschlossen – das letzte Etappenziel, die Abschlussparty. Darum kümmerten sich in Jühnsdorf die Betreiber des "PS-Bistro" und Frank "Franky" Gabriel, Chef des Teltow-Fläminger Biker -Stammtisches, der sich regelmäßig in diesem Bistro trifft. Franky und seine Mitstreiter hatten jede Menge Vorbereitungsaufwand, denn schließlich wurde in Jühnsdorf einiges geboten.

Die Feuerwehr der Gemeinde kümmerte sich um das Lagerfeuer und die Kinder, es gab eine Tombola, Verkaufsstände, eine kleine Erotikshow und Musik einer Schülerband aus Potsdam-Mittelmark.

"Alles hat wunderbar geklappt, einmal ging kurzzeitig das Bier aus, aber frisches war schon auf dem Weg", erzählte Franky lachend. Er und die Verantwortlichen der Biker Union sind froh, in Jühnsdorf willkommen zu sein und hier einen für die Anreise und die Fahrt zur Berliner Demo strategisch sehr günstig gelegenen Ort am südlichen Berliner Ring gefunden zu haben.

QUELLE: Märkische Allgemeine, Dienstag dem 01.09.2009 Seite 3

 

"Alte Hasen" sahen neue Gesichter

Mit dem Schirm im Rucksack beziehungsweise wetterfest angezogen trafen sich 23 Senioren kürzlich am vereinbarten Treffpunkt.
Innerhalb der Truppe entdeckte man ein paar neue Gesichter, sehr zur Freude der "alten Hasen" innerhalb der Wandergruppe der Volkssolidarität. Die Wanderung führte entlang dem Naturschutzgebiet "Ehemaliger Blankenfelder See", am Westufer der Krummen Lanke bis nach Jühnsdorf.
Der Wanderleiter machte unterwegs auf die Stelle der ersten menschlichen Besiedlung am damaligen Blankenfelder See aufmerksam. Ferner erfuhren wir Wissenswertes über die Entstehung des Glasowbaches im inzwischen verlandeten Gebiet.
Am Rangsdorfer See angekommen wurden wir auf die Bemühungen der Entschlackung des Sees und die damaligen technischen Einrichtungen bis hin zur Aufbereitungsanlage für den Seeschlamm hingewiesen.
Nach dem "heimathistorischen" Teil der Wanderung strebten wir eiligen Schrittes "Bärbels Café" entgegen.
Dort begrüßten wir die nicht mehr so mobilen Volkssolidarität-Freunde, die wie immer mit dem Pkw zum Wanderziel gebracht wurden. An dieser Stelle bedanken wir uns nochmal ganz herzlich bei der Wirtin Bärbel Kuban für die erwiesene Gastfreundschaft.
Frisch gestärkt ging es anschließend den Jühnsdorfer Weg entlang zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück. Müde, aber zufrieden und mit frisch gestärktem Heimatgefühl, bedankten sich alle Wanderfreunde bei den Organisatoren dieses schönen Tages.

QUELLE: Märkische Allgemeine, Mittwoch dem 19.08.2009 Seite 21

 

Wegweiser für Radler

Seit einigen Tagen stehen in Jühnsdorf zwei Steine, die keine gewöhnlichen sind. Sie sind Hinweissteine, denn auf ihnen sind die Entfernungen vom Ort zu den nächsten Orten eingemeißelt. "Wir haben jeweils die Kirchen in Jühnsdorf, Blankenfelde, Genshagen und Rangsdorf als Zielpunkte ausgewählt", berichtet der Jühnsdorfer Ortsvorsteher Horst-Dietrich Bartz.
Die Idee für diese Säulen kam aus dem Ortsbeirat Jühnsdorf. Das Geld stammt aus dem Gemeindehaushalt Blankenfelde-Mahlow.
Die künstlerische Umsetzung hatte Roland Riesenberg übernommen. Seit etwa zehn Jahren lebt er in Jühnsdorf und ist inzwischen vielen als ortsansässiger Meister für das Steinmetz- und Steinbildhauer Handwerk bekannt. Denn Riesenberg hat im Dorf schon mehrere Spuren hinterlassen. Die Gedenktafel, die an die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft erinnert, stammt von ihm. Und auch die Knesebeck-Grabstätte in Jühnsdorf, die dank einer Sparkassen Spende saniert werden konnte, trägt seine Handschrift.
Die neueste Errungenschaft von Jühnsdorf, die "Meilensteine", stehen an zwei Standorten. Einer befindet sich direkt am Ortsausgangsschild an der Straße von Blankenfelde nach Jühnsdorf. Hier wird über Entfernungen zu den Kirchen als Ortsmittelpunkte in genshagen (5 Kilometer), Blankenfelde (1,5 Kilometer) und Jühnsdorf (2,5 Kilometer) informiert.
Auf dem Stein am Naturpfad, Höhe Autobahnbrücke und Rangsdorfer See, hat der Künstler wie auch auf dem anderen Stein die Entfernungshinweise mit jeweils einem kleinen Kirchensymbol eingraviert: 2,5 Kilometer bis zur Jühnsdorfer Kirche, 4 Kilometer bis zur Blankenfelder Kirche und 2,5 Kilometer bis zur Rangsdorfer Kirche.
"Diese Steine waren einmal Grenzsteine zwischen Blankenfelde und Jühnsdorf, sind aus sächsischem Granit und wiesen vor meiner Bearbeitung auch noch Einschusslöscher aus den vergangenen Kriegen auf", berichtete Riesenberg.
Die Hinweissteine sind solide mit einem etwa 50 Zentimeter tiefen Sockel im Erdreich verankert. Der Stein selbst hat jeweils etwa eine Höhe von einem Meter.

QUELLE: Märkische Allgemeine, Freitag dem 10.07.2009 Seite 15

 

Jühnsdorf hat nun einen Spielplatz

Was etwas länger dauert, wird dann umso besser: Jühnsdorf hat ihn den Kinderspielplatz!
Nach vielen Besprechungen und Ideen ist es nun vollbracht - der Spielplatz in der Dorfstraße 26 auf dem Gelände des PS-Bistro ist fertig. Er kann ab sofort von allen Kindern bis 10 Jahre zum Spielen genutzt werden. Für die Eltern, Oma und Opa gibt es auch Bänke zum Verweilen.
Der Ortsbeirat bedankt sich bei allen Helfern, zu denen auch die örtliche Feuerwehr gehörte, herzlich.

QUELLE: Wochenspiegel, Mittwoch dem 08.07.2009 Seite 2

 

Warten im Mohnfeld

"Wir sind keine Sprayer", stellt Mario Schuster klar, "und mit Graffiti haben wir auch nichts am Hut".
Seine Kollegen Benjamin Braune und Daniel Siering, die gestern mit Sprühflaschen ein Mohnfeld auf das Buswartehäuschen auf dem Jühnsdorfer Dorfanger malten, bezeichnen sich als Fassadengestalter.
"Wir haben nicht unter Brücken geübt", so der 25-jährige, dessen Firma Art.Efx aus Potsdam den Zuschlag für die Neugestaltung des Unterstandes bekommen hat. Den Auftrag habe er ganz offiziell von der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow erhalten.
Am Computer entstanden mehrere Gestaltungsvorschläge, die dem Ortsbeirat Jühnsdorf vorgelegt wurden. "Wir wollten ein Motiv, das in unser Dorf passt", sagt Dirk Marien, Mitglied des Jühnsdorfer Ortsbeirates. Das Mohnfeld gefiel allen Abgeordneten des Gremiums und wurde einstimmig beschlossen.
Erst sollte das alte Bushäuschen abgerissen werden, berichtet Dirk Marien: "Wir waren uns aber einig, dass wir kein Glashaus wollen".
Bevor der Mohn erblühen konnte, mussten Kollegen von Mario Schuster das Wartehäuschen zunächst einmal grundieren. Erst dann kann der Sprühlack aufgetragen werden. "Die Sprühdose ist ein sehr gutes Medium", erklärt Schuster. Mehr als 200 Farben gäbe es.
Die Vorteile von Sprühlack seien leuchtende Farben, hohe Deckkraft und gute Langlebigkeit. Ist der Lack aufgetragen, trocknet er binnen einer Minute. Außerdem lassen sich illegale Schmierereien ohne Probleme wieder übersprühen. Wichtig sei nur, dass der Untergrund trocken ist. Regentropfen würden die Farbe sonst verlaufen lassen.
In ganz deutschland haben Mario Schuster und seine kollegen schon für farbenfrohe Akzente im Stadtbild gesorgt. Ganze Hausfassaden lassen sich mit der Sprühdose gestalten. Die Reaktionen der Menschen seien positiv. "Die Leute sind froh, wenn graue Wände aufgepeppt werden", sagt der 25-Jährige. Besonders beliebt seien Tiermotive. Nur selten kommt es vor, dass die Bilder verunstaltet werden.
Im Gegenteil: "Sogar unsere ältesten Objekte sind immer noch in einem Top Zustand".

QUELLE: Märkische Allgemeine, Freitag dem 03.07.2009 Seite 13

 

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